Dienstag, 22. November 2011

DO TANK # 3





UTOPIA ?! Feldforschung 2



These 2) Das Dazwischen ist nicht verhandelbar


DO TANK ist ein loses Kollektiv. Möglicherweise werden seine einzelne Elemente noch stärker in Interaktion treten, wenn wir sie der Zeit überlassen. DO TANK hat sich noch nicht von dem Zwang befreien können, die Schnittstelle zum Erwartbaren zu bedienen. Wir bewegen uns im Rahmen von Öffnungszeiten, um als „Institution“ sichtbar zu werden. Ohne dass wir es wollten, ist der Anspruch entstanden, Dinge zu präsentieren, die präsentierbar sind. Der Moment erzwingt die Fakten.




DO TANK steht unter Druck.
DO TANK ist in den vergangenen Tagen in die Stadt hineingewachsen. Anna Estarriola und Johanna Ketola haben Menschen auf dem Max-Weber-Platz, auf dem Marienplatz, im Englischen Garten und im Schelling Salon aktiviert. Im AWO Senioren und Pflegeheim in der Gravelottestraße haben Martin Clausen und Johannes Hock mit den Bewohnern über das gesprochen, was ihnen wichtig ist. Im Basislager können die Besucher seit Freitag eine politisch korrekte Auszeit nehmen, in dem sie sich hinlegen und dafür zahlen. Mit der Installation Verbascum Project haben Verena Holzgethan und Paul Neuninger die Grenzen zwischen außen und innen aufgeweicht, selbst die zeitlichen Grenzen existieren nicht mehr, weil die Königskerzen, die im Sommer gepflanzt wurden, nach wie vor wachsen oder für immer tot ist.



Gero, Du hast mich nach dem Dazwischen gefragt und wie das ausgehandelt werden kann. Ich sehe da wenig Handlungsspielraum. Es gibt kein Entkommen aus der Dynamik des Festivalbetriebs. In zehn Minuten muss das, was ich gerade in den Computer tippe, druckfähig sein. Die Struktur zwingt mich, zu einem Ende zu kommen. Das kann nur ein vorläufiges Ende sein. Vielleicht ist das aber auch ein Indiz dafür, dass Ideen nur unter Druck als Handlungen in die Realität hinüber schwappen. Lass uns das demnächst überprüfen.




Gute Reise, Katrin

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